Steht gegen Dachau zwischen den Pfosten: Dominik Süßmaier (Foto: Michael Buchholz)

Landesliga Südost - 10. Spieltag (Vorschau)

Kellerduell zum Einstand von Trainer Seidel

Gleich zum Einstand des neuen Trainer Klaus Seidel kommt es am Freitagabend um 19.30 Uhr zum Kellerduell der Fußball-Landesliga Südost zwischen den TSV Ampfing und dem ASV Dachau. Keine Frage ein eminent wichtiges Spiel für die Schweppermänner, aber in der aktuellen Situation gibt es nur noch wichtige Spiele.

In den Einheiten am Montag und am Mittwoch konnte sich der neue Coach ein Bild von der Mannschaft machen: „Technisch sind viele gute Spieler dabei, aber entscheidend wird sein, ob sich die Mannschaft als Team, als Einheit präsentiert.“ Inwieweit sich nach zwei Einheiten da schon etwas bewegen lässt, kann Seidel natürlich selbst noch nicht einschätzen. Zuletzt sind die Ampfinger ja häufig nach Gegentoren regelrecht eingebrochen. „Die Mentalität ist sicher das größte Problem. Ein günstiger Spielverlauf würde der Mannschaft gut zu Gesichte stehen, aber man darf bei negativen Erlebnissen halt auch nicht abtauchen“, fordert Seidel, der mehr Geschlossenheit als mögliches Erfolgsrezept sieht: „Wir müssen im Mittelfeld sowohl nach hinten als auch nach vorne kompakter werden. Zuletzt war das Loch zu der vorderen Reihe einfach zu groß. Das müssen wir anders gestalten.“ Allzu große Umstellungen wird Seidel, der im Tor auf Routinier Dominik Süßmaier setzt, freilich nicht vornehmen: „Es wird ein paar Umstellungen geben. Das haben wir im Training schon geübt. Da hat das ganz gut ausgesehen, ob das im Spiel dann gleich genauso klappt, kann ich nicht sagen.“

Mit dem lange verletzten Nadil Buljubasic und Liviu Pantea bekommt der neue Trainer bei seinem Einstand zwei offensive Optionen, die bislang schmerzlich vermisst wurden. Sicher noch nicht dabei ist Neuzugang Simon Kürbs, der erst übernächste Woche einsteigt und auch Jonas Frisch hat sich mit Fieber für Freitag abgemeldet. Ein Fragzeichen steht auch noch hinter Abwehrchef Daniel Hofstetter, der ebenfalls mit einer leichten Grippe zu kämpfen hat, Christian Richter hat nach seiner Verletzung noch Rückstand, aber im Großen und Ganzen ist die Personaldecke wieder größer als zuletzt, als sich die Mannschaft ja meist selbst aufgestellt hat..

Bei den Gästen aus Dachau könnte Rückkehrer Philipp Schmidt seinen Einstand geben. Der groß gewachsene Stoßstürmer war ja in der Landesligasaison 2016/17 mit 24 Treffern Torschützenkönig, ehe er via FC Unterföhring zum FC Pipinsried gewechselt ist. ASV-Trainer Steven Zepeda freut sich über die Verstärkung, er stellt aber auch klar: „Wir dürfen nicht denken, dass Philipp der Messias ist. Wir müssen es schon als Mannschaft richten.“ Darüber hinaus sei dahingestellt, wie fit Schmidt bereits ist. Warum die Dachauer, die in der vergangenen Saison auf Platz fünf gelandet sind, jetzt ganz hinten stehen, ist schwer zu sagen. Mit Sicherheit hat die Mannschaft aber mehr Qualität als es der aktuelle Tabellenplatz aussagt.

„Leicht wird es nicht“, weiß auch Seidel, der ja erst am Sonntag fix zugesagt hat, sich aber schon vor 14 Tagen bei der Nullnummer gegen Landshut seine neue Mannschaft mal angeschaut hat. „Ausschlaggebend für meine Zusage in Ampfing war, dass der Verein eine Vorstellung von den nächsten Jahren hat. Ich habe mich ja bereits im Sommer mit einigen Vereinen unterhalten, aber das war schon sehr enttäuschend. Es war kein einziger Verein dabei, der einen Plan gehabt hätte. Sonst hätte ich schon im Sommer in Endorf aufgehört.“

Bericht: Michael Buchholz (MB.Presse)

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