Ampfings Kapitän Anel Salibasic (links, im Zweikampf mit dem Rosenheimer Ender Karavil) steht heute Abend mit seiner Elf vor einer schweren Aufgabe. (Foto: Franz Ruprecht)

Landesliga Südost - 11. Spieltag (Vorschau)

Ampfing vor extrem schwerer Prüfung

Schwere Aufgabe für den TSV Ampfing in der Fußball-Landesliga Südost: Der Tabellenvorletzte erwartet am heutigen Freitag um 19.30 Uhr den Tabellenzweiten FC Unterföhring. „Das ist eine sehr gute Mannschaft, die eigentlich gar nicht in diese Liga gehört“, sagt Ampfings Trainer Rainer Elfinger über den Gegner.

              

Allerdings wittert der Coach auch eine gewisse Außenseiterchance: „Unterföhring will kicken und Unterföhring kann kicken. Wir können aber ohne großen Stress in der Birne ins Spiel gehen, dabei wollen wir schauen, dass wir möglichst viele Balleroberungen bekommen, schnell umschalten und in die Gegenbewegung kommen. Vielleicht können wir das ja dann gewinnbringend nutzen.“.

 

Allerdings müssen die Schweppermänner erneut personelle Rückschläge wegstecken: Bei Alex Riemann ist die alte Verletzung wieder aufgebrochen, so dass der Ex-Profi wohl längere Zeit ausfallen wird. Auf der Kippe stehen Irfan Selimovic und Liviu Pantea, die sich beide im Abschlusstraining am Mittwoch leicht verletzt haben. „Eigentlich habe ich mich gefreut, dass es jetzt besser wird, weil einige Jungs aus der Verletzung zurückgekommen sind. Aber jetzt müssen wir schon wieder improvisieren“, so Elfinger, der normalerweise nach dem Abschlusstraining seine Startelf im Kopf hat: „Ich bin so gestrickt, dass ich da ansonsten final alles beisammen habe, aber jetzt muss ich mir erneut Gedanken machen.“

Die personellen Unwägbarkeiten nebst einem Autounfall sind die eine Sache, der fehlende Erfolg der zweite Hemmschuh. „Wir werden nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzen, aber ich kann versprechen, dass wir alles in die Waagschale werfen werden, kompakt auftreten und die nötige Zweikampfhärte an den Tag legen werden, ohne die es in dieser Liga nicht geht“, so Elfinger, der im Training die Schrauben angezogen hat und auch „knackige Zweikämpfe“ trainieren lässt: „Es ist kein Wunschkonzert. Auf der einen Seite müssen wir schauen, dass der Abstand nach oben nicht zu groß wird, auf der anderen Seite müssen wir körperlich aufholen. Wir müssen uns die nächste Zeit also noch irgendwie durchlavieren.“

Vier Punkte beträgt der Rückstand der Ampfinger mittlerweile auf den letzten Relegationsplatz, ob die Lücke zum unteren Mittelfeld noch im September geschlossen werden kann, ist eine schwierige Frage: Mit Brunnthal, Grünwald, Freising und Kirchheim kommen jedenfalls bis zum 1. Oktober Gegner auf die Schweppermänner zu, die nicht unbezwingbar sind.

Bericht: Michael Buchholz (MB.Presse)

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