Ecken und Kanten, aber ein exzellenter Fachmann: Ampfings Trainer Klaus Seidel vor seiner Rückkehr an alte Wirkungsstätte. (Foto: Michael Buchholz)

Landesliga Südost - 17. Spieltag (Vorschau)

Ampfing will positiven Trend fortsetzen

Neun Punkte trennen den SB Rosenheim und den TSV Ampfing zum Vorrundenabschluss in der Fußball-Landesliga Südost: Das war so vor Saisonbeginn nicht unbedingt zu erwarten, allerdings war der Abstand zwischenzeitlich schon weit größer. Minimalziel der Schweppermänner ist es am Samstag um 14 Uhr, dass sich der Rückstand auf die Gastgeber nicht vergrößert.

Mit 25 Punkten haben die Rosenheimer bislang eine Vorrunde gespielt, die der Elf von Trainer Harry Mandl eher nicht zugetraut wurde, waren die Abgänge vor der Saison durchaus qualitativ hochwertig, aber die Verantwortlich haben ein glückliches Händchen bewiesen und unter anderem Angreifer Marko Dukic aus Hohenlinden verpflichtet, der in 16 Spielen schon zehn Treffer erzielt hat. Ampfings Sportlicher Leiter Adrian Malec, der den Sportbund beim 2:0 letzte Woche in Töging unter die Lupe genommen hat, war jedenfalls von den Qualitäten des Mittelstürmers sehr angetan: „Der ist ständig unterwegs, der ist brandgefährlich, auf den müssen wir schon sehr gut aufpassen.“ Malec war überhaupt von den offensiven Qualitäten der Grün-Weißen überzeugt, insbesondere die Angriffe über Dominik Reichmacher auf dem linken Flügel, hat Malec als Waffe erkannt, aber auch zugleich Anfälligkeiten in der Defensive ausgemacht. Und so sagt auch Technischer Leiter Günther Sabinsky: „Wir können da nicht hinfahren und uns nur hinten reinstellen, sondern müssen vorne auch für Betrieb sorgen.“

Für Ampfings Trainer Klaus Seidel, der die Rosenheimer zwei Mal via Relegation in der Landesliga gehalten hat, ist es eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte und natürlich kennt er noch einen Großteil der Spieler, die jetzt unter Mandl teilweise andere Rollen bekommen haben. Trotzdem wird sich der Trainerfuchs aufgrund seiner detaillierten Kenntnisse ein Konzept zurechtlegen, das auch unter veränderten Bedingungen für seine neue Mannschaft Erfolg verspricht. „Wenn wir auswärts das auf den Platz bringen, was wir daheim zeigen, dann kommen wir da hinten raus“, ist Sabinsky überzeugt, der insgeheim auf den ersten Auswärtssieg des Aufsteigers hofft, der ja noch vier Punkte vom rettenden Ufer entfernt ist: „Dann wären wir ganz nah dran.“

Weiterhin verzichten müssen die Schweppermänner auf Jonas Frisch, dessen Schulterverletzung erneut Probleme bereitet. Sabinsky: „Jonas wird bis zum Winter keine Rolle mehr spielen. Das steht so gut wie fest.“ Mit Mevlud Sherifi (zuletzt beruflich verhindert) und Christian Richter (Trainingsrückstand) sind aber zwei Verteidiger zurück, die jederzeit ran können, wenn Bedarf besteht, ansonsten wird Seidel wohl auf die Mannschaft setzen, die zuletzt dem TSV Grünwald mit 3:0 eindrucksvoll die Grenzen aufgezeigt hat. „Klaus hat das gut gemacht. Erst hat er die Defensive gestärkt, dann die offensiven Möglichkeiten herausgearbeitet. Da können wir sicherlich noch etwas zulegen, die Qualität haben wir, davon ist ja auch der Trainer überzeugt, sonst hätte er den Job bei uns wahrscheinlich gar nicht angenommen“, sagt Sabinsky, der hofft, dass aus den verbleibenden Spiele noch zahlreiche Punkte aufs Konto kommen: „Wenn wir die Quote der letzten Spiele beibehalten, ist ja alles in Ordnung.

Bericht: Michael Buchholz (MB.Presse)

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